Sonderheft »Der Tarifvertrag« erschienen

Vielen Mitarbeiter*innen der EKBO ist der landeskirchliche Tarifvertrag eine Selbstverständlichkeit geworden, ohne dass sie seine Sonderstellung in den Evangelischen Landeskirchen Deutschlands noch realisieren.

Das neue Sonderheft der GKD-Mitteilungen hat nun eben diesen kirchlichen Tarifvertrag in der EKBO zum Thema. Vier Aufsätze bieten eine Einführung in Geschichte und Gegenwart der arbeitsrechtlichen Regelungen im Bereich des Landesverbandes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Außerdem erläutert das Heft die Gründe für die Ablehnung des sog. »Dritten Weges« mit ihren arbeitsrechtlichen Kommissionen durch die GKD.

Denn arbeitsrechtlich sind die allermeisten Kirchen, die Diakonie und die Caritas immer noch durch die Ideologie des »Dritten Weges« geprägt. Ideologien sind wie Verstopfung. Sie verhindern den aufrechten Gang, fördern Absonderung und Schmerzen, führen zu Verstopfung und Eigensinn. Dabei gibt es eine einfache Medizin: Abschluss von kollektiv geltenden Tarifverträgen mit transparenten, fairen Ergebnissen.
Helfen wir durch gute Argumente den Entscheidern in Kirche, Diakonie und Caritas – Synoden, Bischöfen, Konsistorien und Verwaltungen, ihre »Verstopfung« zu beenden. Niemand will die Autonomie der Kirchen für die eigene Gestaltung der Glaubensausübung antasten. Die ständige Überhöhung rein menschlicher Organisationsformen zu heilsnotwendigen Glaubenssätzen dient nach unseren langjährigen Erfahrungen einzig dem Ziel des Machterhalts und die Hierarchisierung der Beziehungen.
Wir hoffen, Ihnen mit dem Abdruck dieses Referates gute Argumente an die Hand zu geben, um endlich aus dieser Denkfalle ausbrechen und weitere die Ideologie vom »Dritten Weg« aufgeben zu können.

Aus dem Vorwort von Uwe Marth

Texte:
– Die Gestaltung des Arbeitsrechts in den Gliedkirchen der EKD
– Der Tarifvertrag in der EKBO (Chr. Hannasky 2011, durchges.)
– Tarifvertrag oder »3. Weg« – eine Alternative? (Interview J. Pescke mit M. Raschke, 2010)
– Wer macht sich für mich stark? Kirchliches Arbeitsrecht in der EKBO (Chr. Hannasky 2018)
Stand: Oktober 2018 · 48 Seiten

Das Heft kann in der GKD-Geschäftsstelle angefordert werden. Eine Vorschau findest Du hier.

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Tarifinfo für die Mitarbeiter*innen in der EKBO vom 13. April 2017

Tarifeinigung erzielt: Mehr Gehalt ab April. Höhere Jahressonderzahlung ab 2018.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 3. April 2017 fand die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Beauftragten der Kirchenleitung und der GEW, der GKD sowie der ver.di statt. Hier wurde eine grundsätzliche Einigung zur Übertragung der Tarifergebnisse des Landes Berlin auf die EKBO erreicht. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kirchenleitung und durch die zuständigen Gewerkschaftsgremien. Dazu wurde eine Erklärungsfrist bis zum 15. Mai 2017 vereinbart.

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Tarifeinigung

Am 3. April 2017 fand die zweite Verhandlungsrunde zwischen den Beauftragten der Kirchenleitung und der GEW, der GKD sowie der ver.di statt. Nach langer, intensiver Verhandlungsdauer wurde hier eine grundsätzliche Einigung zur Übertragung der Tarifergebnisse des Landes Berlin auf die EKBO erreicht. Die entsprechenden Entgelterhöhungen sind rückwirkend zum 1.4.17 und zum 1.1.18 vorgesehen. Hinzu kommen gegebenenfalls die Erhöhungen durch Zulagen, neue Endstufen und die höheren Sonderzahlungssätze. Damit wird 2018 in der EKBO ein Entgeltniveau erreicht, das dem der Angestellten des öffentlichen Dienstes im Land Berlin entspricht. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kirchenleitung und durch die zuständigen Gewerkschaftsgremien. Dazu wurde eine Erklärungsfrist bis zum 15. Mai 2017 vereinbart.

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